Junggesellen Rotte -  Bad Bodenteich - Schützengilde, Schißen
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Die

unggesellenrotte

Das Gründungsdatum der Junggesellenrotte liegt leider weitgehend im Dunkeln. Tatsache aber ist, daß das sog. Junggesellencorps bereits zur vergangenen Jahrhundertwende am Schluß des Schützenummarsches mitmarschiert ist, ein alter
„Hagestolz“ an der Spitze der Rotte. Seit dieser Zeit haben die Junggesellen viele Rottmeister als Führungskräfte gehabt (nachvollzogen aus dem Protokollbuch von 1953):
? Hptm. Dr.Anton Brockhaus
Rott.Fw. Alwin Kruse
?-1939 Hptm. Hermann Hoppe
1950 Hptm. Fritz Lübke
Rott.Fw. Helmut Grützmacher
1953 Hptm. Georg Ommler
Rott.Fw. Willi Gade
1954 Rott.Fw. Heinz Gabbert
1955 Rott.Fw. Fritz Scheidel
1957 Hptm. Fritz Scheidel
Rott.Fw. Friedrich Holzapfel
1959 Hptm. Horst Herold
Rott.Fw. Ernst Raddatz
1961 Rott.Fw. Dieter Reese
Rott.Fw. Alfred Baumann
1964 Lt. Ernst Dittberner
1965 Hptm. Ernst Dittberner
Lt. Valko v.Dittmann
1969 Lt. Michael Hintze
1971 Hptm. Michael Hintze
Lt. Ulrich Peters
1973 Hptm. Ulrich Peters
Lt. Bernd Corvey
1975 Hptm. Bernd Corvey
Lt. Ulrich Kettler
1979 Hptm. Ulrich Kettler
Lt. Uwe Köhle
1980 Hptm. Uwe Köhle
Lt. Lothar Heinze
1982 Lt. Jürgen Lübke
1983 Hptm. Jürgen Lübke
Lt. Reinhard Nieber
1985 Lt. Ralf Herold
1987 Hptm.
Frank Goldschmidt
Lt. Volker Meyer
1991 Lt. Ralf Schwerin
1992 Hptm. Ralf Schwerin
Lt. Thomas Flaak
1995 Hptm. Michael Timm
Lt. Henning Daasch
1997 Hptm. Jens Lühmann
Lt. Markus Kruse
2001 Hptm. Markus Kruse
Lt. Dirk Nerlich

Die Anfänge nach dem Zweiten Weltkrieg waren nicht leicht. Ausmarschiert wurde mit der alten Fahne, in Zivilkleidung und mit einem Stoffhut als Kopfbedeckung. An einen Säbel war nicht zu denken, dieser wurde, wie eine neue Fahne und selbstgefertigte Schulterstücke, unter der Führung von Hptm. Horst Herold angeschafft. Die Uniform bestand in dieser Zeit immer noch aus Zivilkleidung. Am Hut wurde die linke Krempe – mit einer ausgeschnittenen Schießscheibe davor – hochgenäht. Das Jahresschießen auf dem Schießstand wurde ebenfalls eingeführt, welches bisher an der Schießbude stattfand. Diese Änderungen fielen alle in den Zeitraum unter Hptm. Herolds Führung.
Die Uniform der Rotte besteht heute aus einem dunklen Anzug mit blauen Biesen an der Hose und am linken Ärmel, an dem auch das Rottenemblem angebracht ist. Weißes Hemd, dunkle Krawatte, ebensolche Halbschuhe und Socken sowie weiße Handschuhe komplettieren die Uniform. Als Kopfbedeckung dient ein dunkler Hut, bei dem die linke Krempe mit einer kleinen Schützenscheibe hochgenäht ist.
Obwohl den Junggesellen aufgrund der Statuten verwehrt ist, die Königswürde zu erringen, nehmen seit jeher reichlich Junggesellen am Schützenfest teil. Dieses ist wohl auf die gute Kameradschaft und die Einigkeit innerhalb der Rotte zurückzuführen, es gibt in jedem Schützenjahr reichlich zu lachen und zu feiern. Das Schützenjahr beginnt bei der Junggesellenrotte mit der Rottenversammlung am Mittwoch vor Himmelfahrt. Hier bestätigt die Rotte Neuwahlen und Beschlüsse


Junggesellen-Hptm. Horst Herold Ende der 50er Jahrer
beim Parademarsch auf dem Marktplatz


Junggesellen-Hptm. Michael Timm u. Lt. Henning Daasch
führten die Junggesellen Mitte der 90er Jahre

sowie Ein- und Austritte. Die Mitgliederzahl schwankte vor 1996 zwischen 25 und 34. Seit 1997 ist die Mitgliederzahl nicht mehr unter 45 gesunken. Um Mitglied in der Rotte zu werden, muß man das 13.Lebensjahr vollendet haben, männlichen Geschlechts und Junggeselle sein.
Von 1953 bis zur Standort-Auflösung 1997 marschierte der BGS am Schützenfest-Haupttag mit einer Abordnung von 20 bis 30 Mann junger Dienstanfänger bei den Junggesellen mit. Sie marschierten in Zivilkleidung, später trugen sie einen Strohhut, den sie nach Bezahlung des Ausmarschgeldes erhielten.
Die schießsportlichen Aktivitäten der Junggesellen unterscheiden sich nicht von denen der anderen Rotten. Sie schießen fünf Jahresorden und eine Junggesellenkette aus, außerdem nehmen sie an verschiedenen Vergleichsschießen der Nachbarvereine teil. Seit mehreren Jahren sind sie auch in der Nachbargilde Lüder mit einer Abordnung vertreten.
Seit 1995 haben die Junggesellen die Ehre, das jährliche Vergleichsschießen der Gilde auszurichten, zu dem die Nachbargilden und Vereine eingeladen werden, um sich gegenseitig in verschiedenen Schießsportdisziplinen zu messen. Außerdem wird jährlich eine Rottenfahrt organisiert,
in dessen Rahmen dann eine Radtour, Butterfahrt oder Kanutour mit anschließendem Essen und gemütlichem Beisammensein stattfindet – auch dies eine Veranstaltung, die für Kameradschaft und Zusammenhalt sehr förderlich ist.

   

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